Die Nerven.
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ringer sein, welches uns die Betrachtung des Organs er-regt, durch dessen Verrichtungen es dem Menschen glückte,jene Grölse aufzufassen, die Gesetze für die Bewegungender Welten zu berechnen, und, wenn ich so sagen darf,sich die Elemente zu unterwerfen und die Naturkräfte zuDienern zu machen.
Die Thätigkeit der Nerven, wiewohl wir sie eben sowenig erklären können, scheint doch der Möglichkeit nä-her zu liegen, einmal begriffen werden zu können. Durchdie Nerven wirkt der Wille auf die Muskeln, die dadurchin Bewegung gesetzt werden. Durch den Gesichtsnervenwird in der Camera obscura des Auges das Bild aufge-fal’st, welches sich darin durch die Brechung des Lichtesmalt; durch den Gehörnerven empfinden wir die Schwin-gungen des Schalles, durch die Geruchsnerven den Ein-druck gasförmiger oder in der Luft schwebender Stoffe,durch die Geschmacksnerven auf der Zunge den eigenenEindruck flüssiger oder befeuchteter fester Körper, denwir Geschmack nennen, und auf der ganzen Oberflächedes Körpers, besonders in den Spitzen der Finger undZehen, empfinden wir den Eindruck des Darauf’wirkensäufseren Widerstandes. Diese sind die sogenannten äuße-ren Sinne, die wir zuweilen bei Thieren in einem Gradeder Vollkommenheit antreffen, der ganz über unsere Be-griffe geht, wie z. B. die Feinheit des Geruchs beim Hunde.Ferner dringen die Nerven in alle Körpertheile ein, siestehen, wenn ich mich so ausdrücken darf, der beständigfortfahrenden Pieproduction verbrauchter Theile und denSecretionen und Excretionen vor, was alles aufhört, so-bald der Zusammenhang der dahin gehenden Nerven mitdem Gehirn oder dem Rückenmark unterbrochen oder auf-gehoben wird, indem man z. B. diese Nerven stark unter-bindet oder durchschneidet; die Functionen des Theilestreten aber wieder ein, wenn man die Unterbindung weg-nimmt, und ein durchschnittener Nerv kann wieder zuneuer Thätigkeit zusammengeheilt werden. Die Natur hatmütterlich dafür gesorgt, dafs der Nerveneinflufs nicht auf-hören könne; daher begegnen sich die Verzweigungen der