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6 (1859) Das Erbtheil des Vaters Die Aussteuer
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Ja, ja. Ihre Geschichte, Herr Marquis! Sie haben sie

mir erzählt, und ich danke Ihnen dafür; aber ich habe nichtviel davon gehört, als daß es Ihnen jetzt gut geht, und das

freuet mich.

Marquis. Kommen Sie zu Ihren Kindern! Kom-men Siel

vominiquc. Ja, ja! (Bewegt die Arm-, geht nicht.) Wirwollen

Marquis. Sie stehen an? Wie?

vominiquc. Bei meiner Seele! Ja ich stehe an.

So ist der Mensch! Bei hohen Jahren mache ich mich

auf den weiten Weg, denke die ganze Reise über nichts, alsden Augenblick des Wiedersehens, ärgere mich eben noch,daß Sie mich anfhalten, zittre für Wonne während IhrerErzählung. Mit einem Male aber befällt mich eine Angst,eine Bangigkeit und so wahr ich lebe, ich kann fast nicht

von der Stelle.

Marquis. Was ängstet Sie?

Vominiquc. Das herrschaftliche Wesen des Herrn Delomerund meines Sohnes. Sehen Sie, wenn es möglich wäre, daßmeine Erscheinung, wie ich da vor Ihnen stehe und anderskann ich nnn nicht seyn wenn die meinen Sohn hier inVerlegenheit setzen könnte

Marquis. Wo denken Sie hin?

vominiquc. Ach, wenn ich das Unglück erleben müßte

ich würde für Thränen den Rückweg in mein Vaterland

nicht finden.

Marquis. Nein, es ist nicht möglich, daß der Sohn einesso vollherzigen Vaters aus der Art schlagen könnte.

Vominiquc. Was meinen Sie denn? Ei! gut ist er

gewiß: das habe ich keinen Augenblick bezweifelt. Aber so vor-