165
sagen, könnt es nicht verlernen, kleinen Dingen große Namenzu geben.
Marquis (herzlich). Mein launiger, wackerer Freund!streiten wir nicht mehr um Worte; wir sind nun an der Sache.
Dominique lsieht um sich). Da sind wir. (Seufzt.) Ach ja!
Marquis. Wie? Ein banger Seufzer? Ist das dieFreude des Wiedersehens, wovon mein lieber Reisegefährte michauf dem Postwagen von Düsseldorf bis hieher so herzlich unter-halten hat?
Dominique. Ja nun — ich höre hier so wunder»liche Dinge — von der Kinder hohem Adel, und des HerrnDelomers großem Wappen, von Schlössern, sechs Mohren-köpfen und gnädigen Herren, daß mein guter Muth darüber ver-loren gegangen ist.
Marquis (zuckt leicht die Achseln). Je nun! man sagte auchmir von Herrn Delomers Hoheit manches —
Dominique. Ja, und was soll das vorstellen? warumthut er so vornehm?
Marquis. Doch lobt ihn auch jedermann als gutherzigund freigebig.
Dominique. Er wird mir mit seiner gnädigen Herrschaftdie Kinder zu Grunde richten.
Marquis, lieber Ihre Kinder ist nur eine Stimmedes Lobes —
Dominique. Nun jal aber sie sind doch auch gnädig.Was soll das nun? Haben sie das Ihre gerettet, warum ver-walten sie es nicht in der Stille? Dabei kann man ja so frohund lustig sehn, daß es den Nachbarn eine Herzensfreude ist, sowas mit anzusehen.