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6 (1859) Das Erbtheil des Vaters Die Aussteuer
Entstehung
Seite
160
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Neurath. Die Zeit wird mir gewaltig lang. ErzähleEr mir etwas. Histörchen aus der Nachbarschaft, oder auchmeinetwegen einige unschädliche Nachrichten und Vorfälle ans derFamilie.

Ledientcr. Von der Familie weiß ich nichts, als daß siealle zusammen gut, einig und glücklich leben.

Neurath. Gut und einig? Sinn ja, sie werfen einandernicht die Treppe herunter. Glücklich? Nein. Der junge Herrist sehr tiefsinnig.

Ledicutcr. Das ist wahr.

Neurath. Weßhalb? Vielleicht ein Dnellchen? So einMord plagt doch das Gewissen.

Ledientcr. Kann seyn.

Neurath. Nicht wahr? Oder hat er sonst eine Unthatbegangen? so

Le di enter. Unthat? Es sieht dem Herrn nicht gleich, daßer Unthaten begangen hätte.

Neurath. O lieber Freund! wir sind alle Menschen.

Ücdi enter. Das wohl.

Neurath. Sinn der beste Mensch kann fallen.

ücdi enter. Wie denn?

Neurath. Was weiß ich! Man kann eine jungeFrau entführt haben; man kann Unrechtes Gut an sich gezogenhaben.

ücdirutcr. Warum nicht gar?

Neurath. Bedenke Er nur alles! Von der Huldigungs-Ceremonie ist der junge Herr Baron hinausgestürzt, und hat über-laut gerufen: Ich Unglücklicher I

Le di ent er. Das ist wahr.

Neurath. Nun da sieht er es!Ich Unglücklicher!"