fünf tausend Thaler geliehen. Heirathet sie ihn nicht, so ist erHerr, das Geld zurück zu fordern, wann er will. Wovon soll iches bezahlen? Wie?
Käthin. Mein Gott!
Kath. Können Sie die fünf tausend Thaler bezahlen —so prunken Sie mit Ihrem Muttergefühl, und erretten Sophienvon einem bequemen Leben und großen Vermögen. Können Sieaber die fünf tausend Thaler nicht bezahlen, so verschonen Sie michmit gefühlvollen Reden und moralischen Sentenzen. (Er geht ab.)
Käthin. Und der Amtmann ist gereizt — beleidigt. Daist kein Ausweg — keine Hoffnung! (Sie geht heftig umher.) Omein Kind — mein armes Kind! Dir helfen weder Muth nochThriiuen, du bist verloren!
Siebenter Austritt.
Vorige. Kommissär.
Kommissär. Haha, haha! Gehen Sie einmal geschwind,Frau Schwester? Fühlen Sie nun auch Feuer unter der Sohle?Dem Amtmann bin ich begegnet. Er hat mir vertraut —
Näthi >l. Schonen Sie meiner. — Ich weiß alles.Kommissär. Daß er meinem Bruder fünf tausend Thalergeliehen hat.
Rät hin. Daß Sophie dafür verkauft ist —
Kommissär. Und ich sage, daß dergleichen Händel vor Gottund der ehrbaren Welt ein Spektakel sind. —
Näthin (im Ausbruch ihres Gefühls). O wenn Sie das füh-len, wenn Sie fühlen —