Zweiter Austritt.
Der Nath. Jakobe.
Rath. Sprechen Sie mit Sich selbst, Jungfer Jakobe?
Jakobe. Je nun I was will man machen? So ein wenig —
Rath. Artiger Zeitvertreib!
Jakobe. Es ist denn doch schon neun Uhr, und der Kaffeewartet.
Rath. Trinken Sie.
Jakobe (verbeugt sich). Die Frau Räthin —
Rath. Was weiß ich, wo sie steckt! Trinken Sie, ich will«haben.
Jakobe. Wenn das ist — (Sie zieht sich an den Tisch hin).
Rath. Es kommt ein Fremder — er soll bei mir logiren,im blauen Zimmer.
Jakobe (ss,e»kt ein). Ganz wohl.
Rath. Er kommt Vormittags noch. Es muß an nichtsfehlen.
Jakobe. An nichts fehlen? — Ja — wenn der HerrRath nur etwas zur Unterhaltung des edlen Weißzeuges hergebenwollten!
Rath. Mein ganzes Haus war versehen, als ich mich ver-heirathete, wo ist es hin?
Jakobe. Die Frau Räthin sind gewiß eine sehr sparsameFrau — aber in fünf und zwanzig Jahren —
Kall) (halb für sich). Ich empfinde es wohl, daß es fünf-nnd zwanzig Jahre sind.
Jakobe (trinkt). Was befehlen Sie?
Rath. Nichts! Mamsell Sophie hat gestern wieder mitdem Sekretär gesprochen.