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5 (1859) Leichter Sinn. - Die Hagestolzen Verbrechen aus Ehrsucht
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Hosralh. Bist Du mir mehr gut?

Margrrthc. Das weiß ich nicht aber es ist anders. Ja, ich muß wohl meinen Wasserkrug holen.

Hofrath. Mädchen I

Margrrthc. Sie warten alle darauf. Sie haben schonrecht viel Heu gemacht, und sic haben gar nichts mehr zu trinken.

Hofrath. Für wie alt hältst Du mich?

Margrrthc. Das weiß ich nicht.

Hofrath. Ich sehe doch schon ziemlich alt aus.

Margrrthc. Hahahal Es hat noch lauge Zeit, bis Erweiße Haare kriegt.

Hofrath. Mädchen denk nur wenn ich weiße Haarehaben werde, so lebt auch niemand, der mich lieb hat, und sichmeiner annimmt, kein Mensch I

Margrrthc. Das ist gar zu traurig. Ach das thut mirgar zu weh I Er ist denn so gut gewesen, und Er sollte alleinseyn? O, lieber Herr, wenn Er weiße Haare hat, und ist allein,da komm Er zu uns, zu mir und der Schwester; wir wollen Ihnin der Seele lieb haben, und Er soll auch den guten Platz amOfen haben, den die selige Mutter hatte.

Hosralh. Wenn Du alt bist, hast Du einen Mann, unddenkst lange nicht mehr an mich.

Margrrthc. Ich will keinen Mann, wenn Er zn unskommen will. Gar nicht.

Hofrath. Da hast Du meine Hand.

Margrrthc. Wie so, Herr?

Hofrath. Ich will Dich heirathen.

Margrcthr (erschrickt). Ach, du lieber Gott!

Hofrath. Ich verlange nichts, als daß Du mich lieb hast,und für mich sorgest, wenn ich weiße Haare haben werde.

Margrcthr. Ach Herr, es ist nicht möglich! Ich bin