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Achtzehn Jahre habe ich Dich als einen guten Kerl behandelt, dermich lieb hätte. Du taugst wahrlich gar nichts.
Valentin. Bedenken Sie, mein Herr Hofrath —
Hofrath (ernst). Daß der Jrrthum anch meine Schuld ist?Billig. Daß Du dumm und alternd bist und keinen Herrn wiederkriegst? Wahr. Du behältst zeitlebens Deinen Lohn, und läßtihn bei mir holen. Ich will Dich nicht mehr sehen.
Valentin. Aber, lieber —
Hofrath. Geh weg; Du erbittest mich nicht. Ich befehleDir, aus meinen Angen wegzngehen. Fort!
Valentin (höhnisch). Nun, so wünsche ich Ihnen wohl zuleben, mein Herr Hofrath.
Hofrath. Gott befohlen.
Valentin. Ich kriege auch noch anderthalb Thaler für Armen-auslagen, mein Herr Hofrath.
Hosrath. Gleich. — Da — hier sind sie.
Valentin (ans das Haus zu). Ich empfehle mich gehorsamst.
Hofrath. Was? dahin? Du sollst fort!
Valentin (frech). Meinen Hut hole ich.
Hosrath. Halt dal Hier ist ein Louisd'vr für einen Hut.Nun geh ohne Hut gleich dort hinaus — und ganz fort!
Valentin (geht herüber, verbissen). Gehorsamer Diener, meinHerr Hofrath. (Er geht ab.)
Nieyehnter Auftritt.
Hofrath allein.
Wieder eine Larve weniger um mich! — Zwar thnt es weh,daß ich mich so betrogen habe — aber ich bin doch erwacht, unddas freut mich.