Siebenter Austritt.
Hofrath. Geh cime rath Dternbcrg.
Hofrath. Endlich ist mein lieber Sternberg wieder einmalsichtbar!
Gchcimcrath. Wir haben uns lange nicht gesehen.
Hosrath. Wie steht es?
Echeimcrath. Schlecht.
Hofralh. Bist Du krank?
Echeimcrath. O ja.
Hofrath. Aber —
Gchcimcrath. Bin ich doch verheirathet!
Hofralh. Freund, sey nicht ungerecht —
E chcimcrath. Das bin ich nicht, ich bin es wahrhaftig
nicht.
Hofralh. Deine Frau hat so viel gute und seltene Eigen-schaften —
Gchcimcrath. Die hat sie. Das weiß und achtet nie-mand mehr und besser als ich, denn sonst hätte ich sie nicht ge-nommen. Sie ist klug, unterhaltend, redlich, sie hat Entschlossen-heit — ach, sie hat unendlich viel Gutes — und dennoch macht siemich znm unglückseligen Manne.
Hofrath. So fehlt es Dir an Geduld für kleine Män-gel —
Gchcimcrath. Jetzt? Ja. Früher hatte ich zu viel Ge-duld, dadurch gab ich das, was Mannswille heißt, in andre Hände,und damit ist alles verdorben.
Hofrath. Die guten seltenen Eigenschaften, die Du ihr zu-gestehst —
Gchcimcrath. Reiuhold l ich gebe sie allzumal für eineEigenschaft, die ihr abgeht — GutmüthigkeitI