243
Zweiter Auftritt.
Hofrath. Mademoiselle Nci» hold.
Hofrath. Schwester — mir ist nicht wohl zu Mnthe.
Made m. Uclnhold. Soll der Doktor-
Ho frath. Nichts. — Jedes Wort des Pachters hat Zweifel,Nnmmh und Borwürfe in mir zurück gelassen.
Madcm. Urinhold. Wegen des Geldes? Ja, es istauch so was. Warum hast du ihm Nachlaß gegeben?
Hofrath. Alles wollte ich ihm erlassen, hätte ich ihn nurgar nicht gesehen I
Mab cm. Keinho Id. Weßwegen?
Hofrath. Kann ich mir verbergen, daß er viel glücklicherist als ich?
Madcm. ttclnhold. Hm — Du hast nicht gut geschlafen,lieber Bruder, und suchst es nun da.
Hofrath. Mit Einem Worte, ich sehe es täglich mehr, ichsühle es täglich drückender: ich Lin ein unnützer Mensch in derWelt.
Madcm. KcInhold. Da sey Gott vorl
Hofrath. Ich esse, trinke, schlafe, ich bin andern nichts —und mir wenig. Ich lebe in Zwiespalt mit mir selbst. — Ichwerde aushören und ans der Welt gehen — gleichgültig — wieman eine vertrocknete Staude aus einem Garten wirft. O Gott l
Madcm. tieinhold lseufzy. Das ist wieder Dein alterUumuth.
Hofrath. Der mit jedem Tage neue Kraft gewinnt; dasist schrecklich I
Madcm. kcinhold. Ei ja — Was müßte man denn