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5 (1859) Leichter Sinn. - Die Hagestolzen Verbrechen aus Ehrsucht
Entstehung
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Hosrath. Was ist die Sache?

Linde. Das halbe Jahr ist fällig. Da da sind sechzigThaler. Es sollten aber hundert und zwanzig seyn.

Made m. kcinhoId. Wo sind die andern sechzig?

Linde. Ach! vertheilt. Hier, da, dort unter Frau,mich selbst, Kinder, für Nocke, Schuhe, Nahrung. Leben muß man,und es kostet viel!

Hofraih. Leben muß man, mein Freund; aber

Madein. Kcinhold. Nicht spielen, nicht gastiren, nichttrinken, nicht den Modeaffen folgen

Linde (lächelnd). Haha! Sollen w i r das gethan haben?

Made in. kcinhold. Er lacht noch darüber?

Linde. Frischen Muthes. Denn Sie glauben das wohl nicht,bis Sie es untersucht haben. Thun Sie das. Dann werden Sieso herzlich lachen, wie ich, wenn Sie so die arme kleine Einrichtungmit eins übersehen.

Made in. kcinhold. Hier fehlen sechzig Thaler.

Linde (seufzt). Ja wohl.

Made in. Kcinhold. Und wo sollen die Herkommen?

Lind c. Ans unsrer Hände Arbeit mit Gottes Segen.

Made in. kein hold. Wann?

Kinde. Dreißig Thaler auf Weihnachten und dreißig aufOstern zum andern Pacht. Wenn nämlich ich, mein gutes Weibund die drei Kleinen frisch bleiben.

Mn-cm. Kcinhold. Frisch bleiben, frisch bleiben! Wennsie schwärmen und überessen sich, und

Linde. Ei, lieber Gott, wie hart sind Sie! Wären Siemeine Frau, und mein Thereschen wäre an Ihrer Stelle diehätte Sie schon nicht so erbärmlich stehen lasten, wie Sie mich.

Hosrath. Er hat Zeit bis Ostern mit der Zahlung.

Linde (gutmüthig). Gott vergelt's! Hab Dank, Thereschen.