L o II snlrnt. Ich aß gestern im Hechte —
Hosrath. War gute Gesellschaft da?
Konsul cnt. Ein paar walsche Hahnen hatten wir, sozart, so saftig — Ich habe silr heute wieder bestellt, und kannes nicht erwarten, bis es Mittag wird. (Sieht nach der Uhr.)Vorher will —
Hosrath. Wie geht es mit dem Prozeß Ihrer Mündel?
Lonsnlciit. Ein Prozeß?
Hosrath. Ihre Mündel, die hinterlassenen SchmidschenKinder.
Aoiis» lcnt. Die haben verloren.
Hofrath. So sind sie Bettler!
Loiisulcnt. Eine Schickung! —
Hosrath. Hätten Sie früher ans einen Vergleich ge-dacht —
Loiisiilcnt. Vor vier Wochen, da wäre es noch mög-lich gewesen. Die Gegner haben mir damals fast das Hauseingelaiifen.
Hosrath. Und warum tbaten Sie es nicht?
koasiilrnt. Ich war nicht hier.
Hosrath. Aber —
Kon sulriit. Bei Sallmann auf dem Gute, und rutschteüberhaupt ein bischen herum. Wenn ich einmal auf dem Landebin, da müssen mir die Geschäfte wegbleiben.
Hosrath. Die Kinder sind nun Bettler!
konsuIcnt. Ein Unglück ist es. Aber — Vergnügen mußdoch auch seyn. Die Liebe fängt von sich an. Apropos bei Ger-hardt ist ein Strohwein angekommeu — ein Wein — ach I Davonhabe ich Sie avertiren wollen. Nun, adieu!