Druckschrift 
5 (1859) Leichter Sinn. - Die Hagestolzen Verbrechen aus Ehrsucht
Entstehung
Seite
214
Einzelbild herunterladen
 

Tage der Muße dem zugetheilt, der für Tausende denkt, sorgt undwacht. Frohsinn soll er schassen, Thränen hemmen oder trocknen.Göttlich groß ist sein Berus doch ernst denn vor seinemBlicke schwebt die Wage des Richters.

Minister (hat feierlich den Blick auf Siwarb gerichtet; alle«uf den Minister).

ko m liier; i e urath (steht gleichgültig vor sich hin).

Zckrctär. Im Bewnßtseyn des Wohlwollens schenkt er sichund uns diesen Tag.

Minister (senkt das Auge).

Zckrctär. Er hat uns geprüft. Er findet uns einglückliches Paar still seinen Weg wandelnd, ohne Forderungund im seligsten Frieden glücklich. Er ist davon gerührt denner ist ein guter Mensch. Richtet alle Eure Blicke ans ihn, undseht was sein Herz in diesem Augenblicke auf seinem Gesichte spricht!

Hier vor seinen Augen in Euer aller Gegenwart ver-

kündige ich cs laut: Mein Weib macht mein Glück und

nie hat sie mir Kummer bereitet. Deß zum Zeugen umarme ichsie, und danke ihr für das Glück, das sie mir gibt. tEr umarmt str.)

Minister (steht auf. Gerührt) ' Siward !

Älle (stehen auf).

Zckrctär. Diese Eintracht, dieser Frieden das ist demguten Manne ein Freudenfest! Darum leuchten diese Flämmchenin stiller Nacht deß halb hat aus sein Geheiß Musik dieMelodie unsres Friedens verkündet. (Er geht einen halben Schrittrar und verbeugt sich.) Ihre Excellenz sehen nun unser stilles niegetrübtes Glück. Sie sind gut und gerecht, Sie empfinden es

daß man ganz das Gute wollen muß, um die Inschriften,zwischen denen wir stehen in Gegenwart guter Menschen, ohneVorwurf zu lesen. Sie von dessen Herzensgüte die Landesver-waltung oft Beweise gibt, die der Landmann verehrt Sie kennen