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5 (1859) Leichter Sinn. - Die Hagestolzen Verbrechen aus Ehrsucht
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Ma). Siwar). Dann nenne ihm unsere Unterredung.

Sekretär. So wäre er als Lügner beschimpft. Ich weißnicht, was er in dem Falle thun würde; aber ich weiß, daß ichbann, wenn er mir verächtlich geworden ist, für mich nicht mehrstehe. Im ersten Falle würde ich lächerlich und fast ertrageich^ den Spott schwerer als Verleumdung. Im zweiten Fallekönnten wir beide sehr unglücklich werden. So steht jetzt die Sache.

Mali. Siwar). Das ist schlimm, sehr schlimmI Denn überdie Meinung welche die Welt von mir gefaßt hat, können wiruns nicht hinaus setzen.

Sekretär. Bei Gott! wir dürfen es nicht. Der Ministermuß fort.

Mal». Stwar). Ein einziger Augenblick, wo ich derEitelkeit nachgegeben habe Artigkeiten anznhören, bei denen ichnichts empfand, als daß ich distinguirt wurde hat Dir diesenKummer bereitet. Wirst Du mir es je vergeben?

Sekretär. Du bist in dieser kleinen Verirrung so wahr, sotreu, so gutmüthig, daß Du mir so werth bist als jemals.

Ma). Siwar). Ich danke Dir, gute Seele! (Sie seufzt.)Aber die Welt! Ich quäle mich mit allen Möglichkeiten, undfinde nichts, wodurch ich vor der Welt ausgleichen kann, was Duschon verziehen hast. Ach die Welt ist nicht nachsichtig wie Du,gütig und gerecht wie Du!

Sekretär. Nur auf Einem Wege kann die Welt wider-legt werden wenn von selbst heute noch ohne unser Zu-thun der Minister so plötzlich als er hierher gekommen ist wieder hier weggeht.

Mad. Siwar). Von selbst? Ohne unser Zuthun? Wieist das möglich zu machen?

Sekretär. Laß sehen. (Er denkt nach.) Das Schwerste istoft das Möglichste. (Er geht einige Schritte, und bleibt plötzlich stehen.)