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5 (1859) Leichter Sinn. - Die Hagestolzen Verbrechen aus Ehrsucht
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Mab. Ziwarb. Sievergessen

Hauptmauu. Halbe Tugend oder gar keine ist immereinerlei. Wer darf sich brüsten, wenn er noch nicht so arg gewor-den ist, als er werden kann? He!

Mab. Ziwarb. So unangenehm, so widerwärtig mir dasVergangene ist, so frage ich doch, was kann geschehen?

Haupt manu. Der Herr Minister zieht ein, seine Postziigejagen meines Vetters Ackerpferde auf die Wiese, seine Küche schie-ben sein Leibgericht in die Ofenröhre, seine Trabanten sanfen sei-nen Wein, er nimmt ihm Weib, Ehre und Freude

Mab. Ziwarb. Halten Sie ein

Hanptmau n. , Die gnädige Societät lacht uns aus undich kann mein Hänschen verkaufen, den Vetter vergessen, und,wenn Eure Schande im Lande verkündet wird, die Mütze über dieAugen ziehen und heulen und fluchen. Nicht wahr? Ah ver-damme sie Gott, die falsche Ehrenhökerin, die daran Schuld ist!

Mab. Ziwarb. Wollen Sie Sich sammeln? Kann ichein vernünftiges Wort mit Ihnen reden?

Hauptmaun. Ein ehrliches Wort. Die klugen Worteschenke ich Ihnen alle.

Mab. Ziwarb. Was muß ich thun, um Ihre Achtungganz zu haben?

Hauptmaun. Dem Minister die Thüre vor der Nase zu-schließen, zum Fenster hinansgucken und sagen: Ich bin nicht zuHause.

Mab. Ziwarb (zuckt die Schultern). Das wird mein Mannnicht zugeben.

Hanptman». Drum ist's ein verlorner Handel, und ichwill den verspielten Vetter vergessen, meinen Jagdsack umhängen,den Pudel mitnehmen, und ein Loblied auf die Weiber singen durchBerg und Thal. (Er geht.)