gleich, baß man nicht in der Stadt ist; denn dort muß man dieThür hinter sich verschließen, wenn man nur zum Fenster hin-aus sieht.
Main Silva ri>. Um Vergebung, mein Herr —
Lonimerzirnrath. Nun, Ihr Diener, liebe Cousine. —Wie geht es? Denken Sie auch noch an mich? Was gilt's, Siekennen mich nicht?
Mad. Silvard. Nein, in der That, ich kenne Sie nicht.
Lom merz ic »rat h. Ei du lieber Gott! den Kommerzien-rath Bellmann — dm nahen Verwandten vom Vater her —
Mad. Lirvard. Ah so! — Es ist auch schon über zehnJahre her —
Lommcrjicnrath. Ganz recht! und in der Zeit ver-wittert ein Kirchthnrm, wie viel mehr ein armer Mensch! W-ssenist dis Schuld? Ihre. Aber so geht es uns armen Leuten.
Mad. Silvard. Herr Vetter —
Lommcr; icnrath. Vornehme Gutsbesitzer — reiche Leute.Wir sind nur arme Handelsleute — wir werden nicht geachtet.
Mab. Silva rd. Ich begreife wahrlich nicht — was —
Lommcrziriirath. Und wären doch alle — ich und meinganzes Hans, bei Tage und Nacht, mit Leib, Leben, Habe undGut zu Diensten gewesen, haben jederzeit mit Liebe von Ihnengeredet. Ich und meine Kinder — sind oft zusammen hier amGütchen vorbei spaziert, sind aber bei Leibe nicht herein gekom-men. Ich habe nur die Kinder aufgehoben, daß sie über diePlanken herein sehen konnten — dann sagte ich: — Seht Kin-der, wie die gute Frau Cousine gesegnet ist — wie alles dasteht — Salat — und alle Gemüse — Bäume mit des lie-ben Gottes Segen an Spalieren heran — und das schöne