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Sekretär. Hätte ich diesen Gewinn Dir verschleudert?
Mad. Siward. Mit Dir werde ich überall zufrieden seyn.
Lrkrctär. So bist Du es hier?
Mad. Siward. O ja — aber doch — laß mich offen-herzig seyn. — Die Neigung manches kleine Talent zu üben, dashier nicht au seiner Stelle ist, ist mit einer Art Sehnsucht wiedererwacht.
Sekretär. Liebe Julie! Die Welt mag untergehen —
wenn nur dieser Winkel stehen bleibt — wo ich Dich reden, lachen,singen, in aller Reinheit und Kraft des Herzens wandeln, unddurch Deine Güte und Dein Talent eine kleine Schöpfung nach
der andern hervorgehen sehe. Sollte meine gute Hausfrau ein
Publikum bedürfen?
Mad. Siward. Meine Mutter hätte es mir überlassensollen, meine Wünsche Dir vorzutragen. Sie hat mich in großeVerlegenheit gesetzt.
Sckretär. Mich auch. — Willst Du durchaus in der
Stadt leben?
Mad. Siward. Wir sehen hier keine Menschen.
Sekretär. Menschen — sehen wir hier — und guteMenschen — nur keine sogenannten Cirkel. (Seufzt.) Mit einemWorte — Du vermissest überhaupt die städtische Unterhaltung?
Mad. Siward. Wenn mir nun Dein wahrer, echter, seltnerWerth in einem kostbaren Rahmen reizender, anziehender schiene —würdest Du zürnen, wenn ich Dich in diesem Lichte lieber sehenmöchte — als in einer Einfachheit, die — sey nicht böse — zuletztein Einerlei Hervorbringen könnte — das uns beiden nicht gut seynmöchte. (Sic umarmt ihn.)