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5 (1859) Leichter Sinn. - Die Hagestolzen Verbrechen aus Ehrsucht
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ihn etwas ruhen lasten. Ach, mein armer Vater leidet auch fitrSie. Nicht einen Vorwurf hat er Ihnen gemacht.

Mab. Ruhberg. Nein — o nein! Jeder Blick war Liebeund Güte; um Ehre und Leben Hab' ich ihn gebracht — und jederBlick war Liebe und Güte.

Louise. Liebe Mutter, gehen Sie wieder auf Ihr Zimmer.

Mad. Lu Hb erg. Wird mir dort leichter seyn? wird meinGewissen mir dort weniger sagen?

Louise. Ach, er hört Sie doch nicht — hört doch Ihre Kla-gen nicht!

AI ab. Ru Hb erg. Er muß sie hören — wird —

Louise. Ich bitte Sie.

Mab. Ruhberg. Ich habe ihn elend gemacht, und stillesDulden ist seine Rache. O! daß er hart Ware — grausam —cWehmüthtg). War er denn nie hart gegen mich? — war er nie?— Nein, nie! niemals! O daß er meiner Rene spottete, meinerThränen lachte, daß er mich von sich stieße —

Louise. Liebe Mutter, Ihr Jammer vergrößert meinElend —

Mab. Ruhberg. Aber ich schwur, jedes Leid mit ihm zutheilen bis in den Tod. Diesem theucrn heiligen Rechte kann ichnicht entsagen —

Louise. Ich verzweifle noch nicht an Hülfe; der Baronist noch nicht zurück; der alte Ahlden wird sich erweichen lassen.

Mab. Ruhberg. O nimmer, nimmer, Du siehst ja, erkommt nicht zurück.

Louise. Karl wird seinen Vater nicht verlassen, bis er unsrettet — ich kenne sein Herz.

Mab. Ruhberg. Der Baron ist nicht zu finden — (dieHände ringend umher) wir sind verloren — wir sind verloren.