vbcr Kommis für. Liebe, scharmante Frau — Mein Gott,wie verkennt man die Frau — Nun freu ich mich der Heiratherst, da Sie so brav — so herzensbrav sind. Gott weiß, ichhabe mich vor Ihnen gefürchtet. Ei, ei, ich habe Ihnen Unrechtgethan — so wahr ich lebe — großes Unrecht.
U u h b c r g Vater. Sie kannten Sich beide nicht.
v b cr ko m m i sskr. Ei, wir wollen manchen langen Abendzusammen verplaudern — sieh! sieh! — verschafft mir meinKarl noch so ein Paar herzgute Freunde, ehe ich ans der Weltgehe. lEr drückt beiden die Hände.) Und nicht wahr, ich darf kommenin meinem Alltagsrock?
M a d. Uuhlicrg. Darf ich das Ihnen noch beantworten!
Vb rrk o m m i s sä r. Ja, den Nock habe ich nicht getragen,seit den neun Jahren, da unser Durchlauchtigster Prinz heirathete— und weil ich Sie noch nicht kannte, habe ich ihn heut ange-zogen. Geschieht nicht wieder!
Mab. uIIHb erg (wcint, und umarmt Louisen).
üIIhbcry Vater. Was haben Sie?
Mab. Uuhbcrg. Soll ich nicht weinen? tZum OLerkom-misiär.l Ach mein Herr, meine Tochter — meine gehorsame Tochterkommt zu Ihnen, wie — wie —
vb erklimmtssär. — Was —
Mab. Uuhbcrg. Eine Bettlerin —
Uuhbcrg Vater. Ja , mein Herr — mit nichts, mitgar nichts — kommt sie zu Ihnen. — Mein ist die Schuld —dieß peinliche Bekenntniß ist die geringste Buße für meinen Eigen-sinn in einer schwächlichen thörichten Maxime. Ich ließ sie zurBettlerin werden.
vberkommissär. Bettlerin — mit einem Herzen fürdie Noch von Tausenden? — Meine Kinder, ich trete Euch