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5 (1859) Leichter Sinn. - Die Hagestolzen Verbrechen aus Ehrsucht
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Warum soll das verloren gehen, da wir nun einander gegenübersind?

Sekretär. Nein! Ich will hoffen! Sie werden mich nichtverwerfen.

Ruhkcrg Vater. Verwerfen?

Sekretär. Mit vollem Herzen bin ich gekommen nunfehlen mir Worte. Ihr väterlicher Ton gibt mir Vertrauenaber wenn ich nun reden will so scheint mein Wunsch mir eineVermessenheit. Ach, ich werde ihn schlecht Vorträgen sehnSie so gütig, ihn zu errathen. Nicht wahr, Sie sehen cs miran, daß Bescheidenheit mir für die Liebe keine Beredsamkeit ver-stauet?

Rnhherg Vater. Junger Mann

Sekretär. Lassen Sie mich alles in einem Worte aus-sprechen. Sie heißt Louise!

Ruhberg Vater. Meine Tochter?

Sekretär. Darf ich sagen mein Vater? (Ergreift seineHand.)

Rnhherg Vater (steht auf). Ei, mein Gott!

Sekretär (betrübt). Sie sind erschrocken?

Rnhherg Vater. Ueberrascht sehr überrascht!

Sekretär. Also nicht dagegen? Dagegen doch nicht?

Riihbcrg Vater (unentschlossen). Nein.

Sekretär (küßt seine Hand). Gott segne Sie für dieses köst-liche Nein!

Rnhherg Vater. Junger Mann, nicht so rasch, nicht sorasch. (Er setzt sich.) Setzen Sie Sich.

Sekretär. Erlauben Sie, daß ich neben Ihnen stehe, zwi-schen Dank, Hoffnung, Thränen und Entzücken, wie könnte ichruhen?

Rnhherg Vater. Vergönnen Sie mir einen Augenblick

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