Druckschrift 
4 (1859) Der Spieler [u.a.] Scheinverdienst
Entstehung
Seite
16
Einzelbild herunterladen
 

16

>

-

Mad. Zccfcld. Du mußt studireu, Du sollst studireu,dafür bist Du da.

Heinrich. Lernen, ja, dafür bin ich da. Was Sie wollen.Aber studireu nicht. Das will mir gar nicht ausseheu, als ob ichdafür da Ware.

Main Zccfcld. Alle meine Kinder haben Genie, und Duhast Genie, und willst es verbergen; aber Du sollst Genie haben,sage ich Dir, oder ich will Deine Talente gewaltsam entwickeln.

Heinrich.Lust und Liebe zum Dinge macht alle Müheund Arbeit geringe," sagt das Sprüchwort. Ich habe wederLust noch Liebe zu dem Dinge was kann mm da herauskommen?

Mad. Lee seid. Und wozu hättest Du denn Lust undLiebe?

Heinrich. Ja was rathcn Sie mir?

Mad. Zccfcld (im höchsten Zorn). Schneider zu werden.

(Geht.

Heinrich (da Ne an der Thürc ist>. Mama!

Mad- Zccfcld (kchrr um).

Heinrich. Schneider will ich nicht werden.

Mad. Zccfcld. Du bringst mich unter die Erde.

Heinrich. Sie machen mich unglücklich.

Mad. Zccfcld. Ungeralhncr Bursche, der meine Liebe undSorge nicht cinsieht, der nicht höher will

Heinrich. Wenn ich zu hoch gehe und kann mich nichthalten, so falle ich herunter.

Mad. Zccfcld. Deine Brüder, die sind

Heinrich. Ja ja, eben meine Brüder.

Mad. Zccfcld. Nun?

Heinrich. Die verleiden mir das Studireu.

Mad. Zccfcld. Was ist das?