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3 (1859) Dienstpflicht Der Mann von Wort
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Zehnter Auftritt.

Madam Noscn. Sekretär Dallner-

Lallner. Ist es wahr, Marie? Der Vater ist ent-lassen?

Mad. Rosen. Entlassen.

Lall »er. Nach vierzigjährigen Diensten?

Mad. Rosen. Als Ruhestörer verleumdet.

vallncr. Haben sie es dahin gebracht!

Mad. Rosen. Er ist nach Hofe gegangen, sich zu recht-fertigen, Dienste zu fordern, ober auch keine Besoldung.

Lall »er. Ich bin sein Unglück.

Mad. Rosen. Du?

Lallncr. Ja, Marie! Ich hindre es, daß mein Vaternicht in seiner ganzen Würde handeln in der vollen Klarheitdes unerschrockenen redlichen Mannes da stehen kann. Bei jedemSchritte, den er thun könnte, bin ich ibm im Wege das wissensie wohl, die Betrüger.

Mad. Rosen. Quäle Dich nicht mit Vorwürfen

Lallncr. Wenn doch alles auf mich allein fiele, was ichverdiene. Wenn ich doch alles büßen könnte, was meine Albern-heit angerichtet hat. Denn Bosheit Hab' ich nicht. (Er reichtibr dle Hand.) Bosheit wahrlich nicht, Marie!

Mad. Rosen. Das weiß ich ja.

Lallncr. Und doch doch wird man noch mit Ver-achtung auf mich sehen; das ist hart.

Mad. Rosen. Warum siehst Du doch alles so schwarz!

Lallncr. Für mich wird cs nie mehr hell nie, nie,nie! Wenn jedermann mit Fingern auf mich deutet, was soll dader arme Vater thun? Wünschen, daß ich nie geboren wäre,