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Falbring. Ganz wohl — Ich muß Ihnen sagen, ichliebe die Gerechtigkeit. Aber —
Znstlzrath. Daß Sie das strenge Recht lieben, haben Sieheut noch bewiesen, als Sie trotz Ihrer Liebe die tausend Thalcreingetricbcn haben.
Fat bring. Ach — das Waisenrccht ist heilig.
Insiizrath. Das Recht, was eine Armee, die Blut undLeben opfert, auf gesunde Nahrung hat, ist heilig.
Falb ring. Gewiß! — Und dann mußten die tausendThaler dcßhalb bezahlt scyn, weil eine Person, die ich liebe, keinenBorwnrf vor der Welt aus sich ruhen lassen darf.
Instizrath. Gut! — Auch der Vater dieser Person darfkeinen Borwnrf auf sich ruhen lassen. Die Armee klagt laut, nachseinem Diensteide muß er Horen, wenn cs auch möglich wäre, dieStimme der Menschheit nicht zu hören.
Falb ring. Auch der Schwager dieser Person darf keinenVorwurf auf sich ruhen lassen.
Injüzrath (»ach ciiin Panse). Wie meinen Sie das?
Falbrtng. Es kann sich entwickeln.
Insltzrnth. In Gottes Namen!
Fatbring. Drum meine ich, man soll nirgend strengrichten.
Lnsiizrath. Im Privatleben, ja! In öffentlichen Sachenkenne ich weder Strenge noch Gelindigkeit — nur Gerechtigkeit!
Fal bring. ES kann alles zur öffentlichen Sache werden!
Iujiizrath. Wenn cs nöthig wird — wenn es unvermeid-lich wird —
Fatbring. Wenn man sich gezwungen fühlt —
Instizrath. Dann tbne jeder, was er verantworten kann.(Er «mpfichlt sich.)