Druckschrift 
3 (1859) Dienstpflicht Der Mann von Wort
Entstehung
Seite
153
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Wallnau. Freund ohne Gleichen willst Du denn nieaufhören, inein dankbares Herz zn übertreffen?

Archiv. Lest ang. Ach es bleibt immer ein großer Unter-schied unter uns beiden. Ich halte wohl das, was ich versprochenhabe, aber Du thnst viel mehr als Du versprochen hast. Niemandhört davon reden, niemand belohnt es Nimm den Handschlagdes alten Freundes für alles, wovon ich hier nicht reden kann.

V. Lestang. Ist denn Herr Wallnau wirklich ein guterMann? Es ist besonders, daß ich mir das nicht habe eiubildenkönnen!

Maring. Er ist von Treue und Glauben! Vetter, hier istnoch ein trauriger Umstand anszngleichcn. Sie halten jedermannWort, das ist wacker. Sie geben nicht jedermann Wort, das istRecht. Ein Wort haben Sie nicht gegeben, das ist ein Vergehen.

Archiv. Lcstang cbetroffen). Welches?

Maring. Das Ehrenwort, daß Sie selbst glücklich scynwollen. Ich fordere es hiermit Ihnen ab!

Alle. Wir Alle! Ihr Wort! Dein Wort!

Mad. Lcstang (geht auf ihn jU und reich! ihm die Hand). Gibmir Dein Wort darauf.

Archiv. Lcstang (legt seine Hand in die ihre). Ich gebe es!

Mab. Lcstang. Nimm mein Wort , daß ich Dich innigliebe und lieben werde, so lange ich dieses Tages, und wie Dumir an diesem Tage erschienen bist, gedenken kann! Nimm meintreues Wort, für Zeit und Ewigkeit!

Archiv. Lcstang inmarmt sie). Ich empfange es.iAlle sammeln sich um sie her, der Vorhang fallt.)