Druckschrift 
3 (1859) Dienstpflicht Der Mann von Wort
Entstehung
Seite
135
Einzelbild herunterladen
 

135

Mud. Leitung. ES haben sich manche Umstande sehr ver-ändert.

G. Lcstang. So? Was für welche

Mud. Leitung. Darnach forschen Sic nicht. Aber ich gebeIhnen die Versicherung, daß Sie ruhig und vergnügt in nnsermHanse leben und bleiben werden.

V. Leitung. Ach Gott! Darf ich eS glauben?

Mud. Leitung. Glauben!

G. Lest ang. Jedermann erzählen?

Mad. Leitung. Wem sie wollen.

D. Leitung (reicht das Schiichtelche» bin). Da da! Gottlasse Sie den kostbarsten Schatz finden.

Mud. Leitung. Sie wollen ausopfern was Ihnen dasLiebste ist ich erkenne und empfinde das! Aber behaltenSie, erhalten Sie alles, was für Sie Werth hat, cs wäre un-gerecht, es Ihnen zu rauben.

D. Leitung. Ach, Sie sprechen wieder so mit mir, wie Sieim ersten Jahre gesprochen baben. Das war eine Zeit

Mud. Leitung (reicht ihm die Hand). Diese Zeit kommtwieder.

G. Lcstung. Ach Sie geben mir gar die Hand. (Küßtsie.) Gott segne Sie und -sebe Ihnen Freude von dem Ringe, denSie an dieser Hand tragen. Bin ich gestorben, (er hebt die Schachte!in die Höhe) so wissen Sie, was Sie zu erwarten haben! drumlassen Sie Sich nichts abgeheu und verschenken von dem Ihrigen,wie es Ihr Herz verlangt. (Geht, kommt zurück) Apropos, ich habeetwas gesehen, und wäre ein undankbarer Mann, wenn ich es Ihnennicht gleich erzählen wollte. Ich habe gesehen, daß Herr MaringMamsell Julien vorhin geküßt hat.