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3 (1859) Dienstpflicht Der Mann von Wort
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Julie. Sie suchen etwas?

G. Le flaust (schlägt die Hände zusammen). Ach! das ist einLeben!

Julie (steht auf>. Nun?

G. Le flaust (wichtig). Henriette hat einen Brief verloren.

Julie. So?

G. Lestang. Einen Brief oder auch ein Billet!Was es für eine Gestalt gehabt hat, haben sie mir nicht an-vertraut. Aber die Madam hat es geschrieben, was verloren ge-gangen ist.

Julie. Und wie könnte das hier verloren seyn, da dieMadam nie hierher kommt?

G. Le Hang. Nun die Henriette aber die ist wie einWiesel überall Spionirens halber. Die könnte ja

Julie (steht stch um). Hier ist nichts

G. Lcjiang. Freilich nicht. Ein Brief fallt ja gleich indie Angen. Sie haben unter einander ein großes Getümmel undGeschrei deßhalb sie laufen hin und her fragen ganz ängst-lich, wer seit einer halben Stunde in den Zimmern, auf denTreppen gewesen, vor dem Hause, über die Straße gegangen ist.Sie haben allerhand Leute auf die Straße geschickt, zu fragen, zusuchen, zu forschen

Henriette (reißt die Thürc auf). Ist er gefunden?

G. Le ft au st (verbeugt sich etwas). Nein.

Henri etlc (schlägt die Thürc heftig zu und geht).

D. Lest äug. Sehen Sie haben Sie die gehört? Hier-her hat von den andern niemand kommen wollen wegen Sie verstehen mich schon!

Julie. Nein! Ich verstehe Sic nicht.

G. Lestang. Ach liebes Kind, lassen Sie Sick warnen-indeß davon ein andermal.

Jfflaud, theatral. Werke. Ili.

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