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3 (1859) Dienstpflicht Der Mann von Wort
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Archiv. Lc ll a n g. Jahre sang hast Du jeden Herzenskummerertragen, jede häusliche Plage von einer widerwärtigen Frau undihren boshaften Eltern, bloß nin der Hoffnung willen, das Ver-mögen Deiner Schwiegereltern Deiner Tochter einst zu verschaffen.

Wallnau. Sic sey glücklich ohne dieß Vermögen. Ich habealles gethan, es ihr zu verschaffen. Ich kann nicht mehr. Ichmuß mich jetzt öffentlich zu ihrem Vater bekennen.

Archiv. Lest a ii g. In demselben Augenblick bist Du vonDeiner Frau und ihren Eltern enterbt.

Wallnau. Sey es!

Archiv. Lcstang. Nie werden sie Julien ihre Mutter ver-zeihen, und den Vater um eines leichtsinnigen Augenblicks willenhassen und verfolgen.

Wallnau. Wie könnte ich alle Mühseligkeiten, die in meinerLage diesem Augenblicke folgen, Dir anfbürden! Zu oft schon bistDu wegen dieses Kindes verkannt.

Archiv. Lcjlang (umarmt ihn). Dafür bin ich hier erkannt.

Wallnau. Deine Frau hat die nächsten Rechte, Dich in derWürde Deines Herzens ganz zu kennen.

Archiv. Lcjkang. Die Freundschaft hat die ältesten Rechteauf mich heilige Treue hat sie bewährt.

Wallnau. Argwohn ist ein Nebel, das nie abnimmt, eswächst mit jedem Tage.

Archiv. Lcjkang. Die Gleichheit und Offenheit meinerHandlungen kann in jeder Prüfung des Argwohns bewährt gefundenwerden.

Walinan. An diesem Geheimnis; muß jede Prüfung nm-kchren Du bist unglücklich, so lange zwischen Dir und DeinerFrau dieß Geheimnis; steht.