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Selber!. Ich darf ihn holen?
Marie. Ja.
Sclbert. Fritz könnte indes; — Hm — es ist ja nur einSchritt hinüber — und man sieht ja von dort die Straße hin-unter. Wird Dein Bruder nicht Freude haben, wenn ich ihm sei-nen Jugendfreund als Bruder verstellen kann! Habe Dank, Mäd-chen, für Dein Geschenk. (Er umarmt sic und geht. Da cr a» der Thürist): Vergaß ich beinahe — Da, ein Brief an Dich. — (Er geht.)
Marie (da er a» der Thür ist, sieht sic den Brief au.) MeinGott!
Scldcrl. Rufst Du mich?
Marie. Dieser Brief —
Sclbert. Nun?
Mari c. Wenn Sie ihn lesen wollten —
Selber!. Wozu das?
Marie. Vielleicht - Ich scheue mich —
Selber!. So lies ihn hernach. In dem gleichgültigstenBriefe gibt es Wendungen — die Freundin legt der Freundin ihreSeele, die Gemüthslage des Augenblicks so hin — mit EinemWorte — Briefe muß niemand lesen, als der, für den sie geschrie-ben sind. — Zu Geisern. (Er gebt ab.)
Zehnter Auftritt.
Marie alleiu.
Welch ein Vater! Ich kann meine Augen nicht offnen —ich kann mich selbst nicht sehen — Wenn diese Hand die andereberührt — so erschrecke ich vor mir selbst! Karl — es ist