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Fünfter Auftritt,
Vorige. Andreas.
Andreas. An Sie, Herr Selbert — Ein Reitenderbringt es.
Selbert (besieht den Brief). Von Herrn von Lcchner. (Ermacht ihn auf.)
Andreas. Das Pferd ist sehr mitgenommen; es mußetwas zn bedeuten haben.
Selbert. Ha ha ha. Herr von Lechner will heute mit unszn Mittag essen.
Fra» Sanier. Allein?
Selber!. Ja. Er geht ein' halbe Stunde von hier aufdie Jagd, die andern Herren gehen zurück, er von hier auf dieGüter. — „Wenn der Brief ankommt" — schreibt er — „werdeich schon in Ihrer Gegend seyn." — Das ist gut — ich hoffe, ersoll meinen Wiesenpacht erneuern. Daran liegt mir viel.
Frau Saal er. Ja wohl! Aber nun muß ich alles ändern,nun ist dies; zu wenig — das zu schlecht —
Selbert. Sie ändern nichts.
Fra» Saal er. Herr von Lechner ist doch Ihr Pachthcrr?
Selber!. Drum theile er mein ländliches Mahl am Herbst-feste. Er kommt um froh zu seyn mit guten Bürgern — drumlaßt uns Bürger bleiben.
Fra» Saal er. Nun — Sie müssen cs verstehen. Ehedemfreilich, hatte man nicht das Herz, Athen: zn holen, wenn so einHerr jemandem die Gnade anthat. — Wenn uns der HerrOberamtmann von Steinfeld besuchten — so hat mein lieberseliger Mann immer das Podagra ärger darauf gekriegt — weil