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Dritter Auftritt.
Selbert. Ernestin e.
Ernestine. In der Scheuer habe ich den Tisch für unsereLeute besorgen lassen; möchten Sie es nicht ansehen?
Le liiert. Erst muß ich mit Deiner Großmutter reden —bernach —
Er ne stille. Hernach erst? — Ach — dann kommt BruderFritz — und dazu möchte ich mich nicht gern rufen lassen —
Le liiert. Freust du dich auf deinen Bruder?
Ernestine. Vater — ich habe die ganze Nacht nicht rechtgeschlafen, habe einmal den Mond für die Sonne gehalten — binim Schreck ans Fenster gefahren, und habe mich betrübt, daßes nicht die Sonne war. Jedes Rad halte ich für seinen Wagen,jede Stimme für seine. Wo etwas leise geht, denk' ich, er willmich überraschen — Eben schlich ich mit offenen Armen undklopfendem Herzen, und, denken Sie nur — da Hütte ich beinaheden Andres umarmt.
Sc liiert. Es freut mich, daß Fritz dir so lieb ist.
Erncstluc. Er hatte mich immer recht lieb.
Sc liiert. Euch alle.
Ernestine. Ja alle. Aber mich doch recht lieb. WissenSie — manchmal trug er mich über das Wasser im Garten undsagte, er wollte mich fallen lassen — da brach endlich der kleineSteg, ich fiel hinein und wurde krank darauf — wie er da garnicht von meinem Bette wegkam!
Selb ert. Der gute Knabe! Nachher schrieb er heimlich solange für andere —
Ernestine. Bis er so viel erspart hatte, daß er mir das