Druckschrift 
2 (1858) Herbsttag Die Reise nach der Stadt
Entstehung
Seite
101
Einzelbild herunterladen
 

101

W

Zalomc. Ach Gott!

Herr Trant. Die ich mit einem so zweideutigen Manne,als Ihr Sohn ist, nie genannt haben will.

Hosrath. Herr Einnehmer!

Herr Trant. Das ist er.

Madam Trant (heftig). Mäßige Dich!

Herr Trant. Ein flacher Mensch, der nichts taugt. Je-ner Mann, den Ihr Uebermuth mißhandelt hat, ist ein Ehren-mann !

Zalomc (küßt ihm die Hand). Ich danke Ihnen, Papa!

Trust und Jakob. Ja, das ist er!

Herr Trant. Dessen Kränkung ich ansehe, als wäre siemir widerfahren.

Hosrath. In Gottes Namen!

Hosräthin (zärtlich). Ach, ich armes Weib! Schwester! wasmuß ich Deinetwegen erdulden?

Madam Traut. Ja, man begegnet Euch ungerecht; undich leide es nicht.

Hofrath. Da sehen Sie, Ihre eigene Frau fühlt es, daßSie ungerecht handeln. Da sehen Sie.

Herr Traut. Genug ich bin des Truges der stol-zen Armuth, der Jntriguen überdrüssig, und scheide von Ihnen.Die Unbequemlichkeit, die ich Ihnen verursacht habe, mag dashier gut machen. (Er übergibt den Zette! dem der Venini.)

Hofrath. Einen Konto von der Venini? das geht mich nichtsan. Madam, es schlägt in Ihr Fach. (Er übergibt ihn der Hosräthin.)

Hofrät h i II. Mich bezahlen? bezahlen! Meine redliche Ab-sicht , meine Liebe für mein Schwesterkind! bezahlen! das ist zuarg!