100
Mil dom Traut (verlegen). Ich gestehe, daß mir es liebsevn würde. Denn natürlich —
Herr Trant. Gnt, gnt! Bis hierher Mißverstand!
Madam Traut (beruhigt). Siehst Du, lieber Mann!
Herr Trant (wichtig). Aber bann sagten Sie ihm, die Hei-rath wäre geschlossen?
Hofrath (konfus). Heißt, sie wäre unter uns Eltern —
Herr Traut (ihm ins Auge). Das war sie doch nicht?
Hofrath, 1iU> dien! So hätte sie —
Herr Trant. Und sagten ihm, meine Tochter wollte vonihm nichts wissen.
Aalome (in ThrSneu). Ach die entsetzliche Unwahrheit! derarme Ludwig!
Herr Traut. Und wollte ihn nicht mehr sehen.
Hofrath (sucht sich noch einmal aufzuraffen). Wie er insolentwurde, dachte ich, es ist denn doch unserm Range angemessen, demKerl zu erweisen, daß man ihn nicht mag — und so sagte ichihm — aber Herr Einnehmer — ich bin nicht gewohnt, solchediabolische Blicke ans mich lanciren zu lassen.
Herr Trant (ruhig). In mir ist wohl nichts Diabolisches.
Hosrath. Ich verbitte mir das Verhör.
Herr Trant. Rede mm, mein Freund!
Madam Trant. Lieber Mann — ich bitte Dich —
Karl. Ich habe den jungen Mann gesprochen. Ich weißalles. Er war außer sich, und geht nun aufs Land, und nenntHerrn Traut einen groben Mann.
Hosräthln. Das Unglück!
Karl (mit Gemüthsbewegung). Einen falschen, wortbrüchigenMann —
Herr Traut (mit Kränkung und Unwillen). Und denkt ungleichvon der Ehre meiner Tochter, die —