67
Madam Vcnini. Ich laufe das Haus ein, ich habe sicschon verklagt —
Herr Trau!. Was geht das mich an?
Madam Vcniili. Allerdings! Ich habe den Plan gemacht,das Geld durch Prostitution zu gewinnen, denn sonst erzwinge iches nicht.
Herr Trant. Schweigen Sie.
Madam V ciiin!. Es ist nichts mehr da. Sie sind allerWelt schuldig.
Herr Trant. Sie werden alle Welt bezahlen.
Madam Vcnini. Unmöglich! Sie haben kaum zu essen.
Herr Trant (heftig). Ich bezahle Sie, Madam!
Madam Vcnini. Sie haben den Conto in Händen.
Hcrr Trant. Von meiner Schwägerin Gelde bezahle ichSie.
Madam Vcnini. Ich will nichts widersprechen, wenn Siebefehlen.
Hcrr Trant. Aber Sie sind unbescheiden, daß Sie dieGeheimnisse einer Frau von Ehre ansplaudcrn, ehe Sie noch ge-fragt werden.
Madam Vcnini. Die Schulden dieses Hauses sind keinGeheimnis;; die kann Ihnen der Wochenmarkt snmmiren.
Hcrr Trant. Ich bezahle also diesen Conto.
Madam Vcnini. So haben Sie gesagt.
Hcrr Trant Aber nur unter einer Bedingung, und ohnedie nicht einen Heller.
Madam Vcnini. Lassen Sic hören!
Hcrr Trant. Ich bezahl >hn ohne Abzug, voll ans —mit der Bedingung, daß Sie unterschreiben — „den Werth vonzwanzig Thalern bezahlt erhalten mit fünf und siebzig Thalern."
Madam Vcnini (lacht). Wo ist das Geld?