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2 (1858) Herbsttag Die Reise nach der Stadt
Entstehung
Seite
21
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Mai am Trant, Sekretär ist Dir zu vornehm.

Herr Traut. Da ich selbst nur Pachter und Einnehmerbin, vcrmnthtich.

Madam Traut. A!so?

Herr Traut. Also? also ist es wahr, daß wir Bür-gerlichen in unfern Rangordnungen nnd kleinlichen Kleinigkeitennoch genauer, ärger und hochfahrcnder sind, als der Adel nimmer-mehr. Noch ist von der Stadt kaum eine halbe Stunde dieRede, und schon ist alles in meinem Hause zu eng zu klein,zu niedrig. Hm! hm!

Madam Traut. Und dann frage ich Dich ja daswirst Du nun auch sonderbar finden

Herr Traut. Was?

Madam Tra u t. Wenn wir ankommen, für was sollen wiluns im Thore ansgebcn?

Herr Traut. Ansgebcn? für das was Ihr seyd fürmeine Frau und Kinder.

Madam Traut. Schon recht! aber

Herr Traut. Aha man merkt Dir doch an, daß Dulange Gesellschafterin einer Dame vom Range warst.

Madam Traut. Weil ich

Herr Traut. Weil Du Dich der Stadt näherst kommstDu wieder in Dein altes Element.

Madam Traut. Sag was Du willst, aber Frau Ein-nehmcrin, das klingt doch gar zu sonderbar.

Herr Traut. So nenne Dich die Frau die ihrenMann den Einnehmer in die Stadt schickt, um ihn zum Ausgeberzu machen.

M adam Traut clacht).

Herr Traut. Noch nicht berichtigt? Nun höre wirwollen doch dem Einnehmer ein Staatsmäutclchen umhängen.