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2 (1858) Herbsttag Die Reise nach der Stadt
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Herr Traut. Er soll Deine Hühner lanfen lassen. LaßDu ihn laufen.

Madam Traut (geht ein Bißchen auf und ab). Höre, meinKind! Ich habe vielerlei mit Dir zu reden. Erstens

Herr Traut. Warte ein wenig. (Er nimmt seine Pfeifeans dein Munde, und packt alles TabakSgeräthe bei Seite.)

Madam Traut. Was soll das?

Herr Traut. Wenn Du vielerlei redest, muß ich vielerleiantworten, und dann geht meine Pfeife ans. Ich rauche sie hernach.Nun rede!

Madam Traut. Erstens muß ich Dich fragen, was sollaus unfern Kindern werden?

Herr Traut. Was sie das Schicksal und ich wollen.

Madam Traut. Was sie wollen? du lieber Himmel!

Herr Traut. Wollen sie nichts?

Madam Traut. Sie haben ja nichts gesehen, als Feld,Wald, Hausbücher, Stall, Garten und uns.

Herr Traut. Nun, wir sind nicht dumm!

Madam Traut. Wenn auch. So ist

Herr Traut. Wir sind erträglich geschickte Leute.'

M adam Trau!. Mit einem Worte: sie müssen mehr sehen,als was hinter unserem Zaune wächst. Wenn das geschiehtso erfahren sie, was das Schicksal mit ihnen will. Vor allem sagmir, was willst Du mit ihnen?

Herr Traut. Ich? daß sie arbeiten, essen und leben.

Madam Traut. Nun so können sie sich zu den Bauernverdingen.

Herr Traut. Das haben sie darum noch nicht nöthig.

Madam Traut. Ernst hat feine Anlagen.

Herr Traut (besinnt sich). Feine Anlagen?

Madam Traut. Es laßt ihm alles wohl, was er macht.