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Major (Nach einigem Schweigen). Ich möchte über Illich seufze»— so beschämt — aber weil» Sie wüßte», wie der Anschein —Warnungen meiner Freunde — Spott Anderer — Spott! — KeinMann von Ehre verschmerzt Spott! Aber —
Walsiug. Offenbare Schmähsncht darf er verachten.
Major. Ehre ist die Seele unseres Standes. Ich darf auchnicht einmal ihre Außenseite verletzen lassen.
Walsiug. Das koint cl'donnLiir! Ja, ja — das 1'oint(I'Iionnenr! — Sieh, Karoline, darum gab ich meinen Segen mitThränen.
Major. Ich verstehe. — Sie besorgen, mehr Vaterangstals Liebe um mich zu haben. Aber wie gewissenhaft ich meineKaroline liebe, wie ich als Mann und Sohn so viel mehr sehnwerde, als ich gelobe —
Wal sing. Dafür bürgt Ihr Herz! Und somit, lieber Sohn,wünsche ich Ihnen denn, zu unser aller Heil, etwas mehr Selbst-vertrauen. — Karoline, Rückfälle — scheinen hier leider nnver-mcidlich; nur betrage dich so, daß du fordern darfst, der Humorzunehmender Jahre möge nicht in Tyrannei ansarten.
Major. Ich will mein Gewissen bewahren, bester Vater.
Walsing. Was hat Sie denn für jetzt nmgestimmt?
Major. Der Gegenstand meiner Unruhe — Nnhberg selbst.
Walsiug. Für den hätte ich bürgen wollen.
Major. Die Unterredung mit ihm hat mein Innerstes er-schüttert ! — Von seiner Geschichte Hab' ich nur einen Theil gehört;den, wie er seine Sophie kennen lernte, und dann hier in's Hauskam.-Ruhig fing er an zu erzählen — aber schwacher, zitternderAthen, unterbrach ihn — sein Gesicht wurde allmählich ein Ge-mälde des tiefsten Kummers — große Thränen rollten einzeln dieWange herab — Mir ward die Brust enge.
Walsing. Armer Mann!
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