Und wo ein Mißverständnis; unter euch ist, ober unter denen, dieihr liebt, so tragt es nicht die Nacht durch in eurem Herzen.
Wilhelm. Nun dann lassen Sie auch meinen Fehler —
Walsing (gütig). Nichts mehr, Wilhelm!
Wilhelm. Ich bitte, ich bitte, hören Sie —
Walsing. Hast du mir in deinem Herzen zuviel gethan, solaß Liebe, volle Liebe für mich dahin dringen, wo bas Mißver-ständnis; war. — Nein — keine Erschütterungen, meine Kinder!Ihr sehd erleichtert — ich bin es: unsre Herzen schlagen rascher;guter Vorsatz und Freude sey unser Dank! Freude? Ihr gutenKinder! Ich kann euch Freude geben. Sie betrifft nnsern Nnhberg.
Wilhelm. Gott Lob!
Walsing. Lange schon unterhandle ich mit seiner guten Mut-ter; sie soll uns besuchen —
Wilhelm. Ach — ist das gewiß?
Walsing. Lange ließ sie mich nicht in Ungewißheit; gab mirdann Hoffnung — und endlich bringt mir eben die reitende Postdie Nachricht, daß sie acht Stunden von hier übernachtet, und heuteAbend gegen fünf Uhr hier seyn will.
(Karolinc. Das ist herrlich!
)Wilhelm. Ehrlicher Nnhberg!
^Maric. Ach!
Walsing. Kinder — das strengste Stillschweigen! verderbtmeine Freude nicht.
Marie (außer sich). Nein, wir müssen uns nichts merken lassen.
Wilhelm. Durchaus nicht.
Aarolinc (schmeichelnd). Soll sie nicht das grüne Zimmerbewohnen?
Walsing. Allerdings.
Marie (sich zudrängcnd). Ich darf es besorgen? —' Nicht? —
Walsing. Wenn du willst. —