Sie machen, daß ich der Zeit einen Vorsprung thue. Ließen Siesich wohl zn einem Bück in Ihr künftiges Schicksal führen? —
Niihlicrg. Ach!
Wal sing. Wie ich es sehe. — Alles hier im Hause liebtSie. Meine gute Marie bringt mir nichts ans Ihrem Arbeits-zimmer, oder sie erzählt mir, was Sie machen. Manchmal be-schreibt sie Ihren Ticfsinn so herzlich, daß ich weinen möchte. Dieöftcrn Thränenflcckcn im Hauptbuche hat sic mir erklärt. O Nuh-berg! — sanft legte ich meine Hand darauf und dachte: Gott, gibihm was sein Herz bedarf! — Sie bemerkt Ihre guten Eigenschaf-ten oft gegen mich, und ich tadle sie nicht. Ich freue mich derunschuldigen Zuneigung des Kindes. — Neulich, da ich für dieZukunft meiner Marie nachdachte — sagte ich mir: „Der Mannälter als die Frau, sichert Glück des Lebens!" und, indem ich IhreHand drücke — denke ich es recht herzlich. — Ob Sie nun IhrSchicksal gesehen haben — entscheide Gott! — (Geht ab.)
Zehnter Auftritt.
R »Hb erg allein.
Gott! du hast entschieden! (Höchst traurig.) Sophie — Sophie!Trauer um dich bis zum Grabe! (Nachdenkcud.) Marie! wäre ichdeinem Herzen hier zu viel? (Pause.) Auf's Land hin, da kann ichfür Walsing und Marien arbeiten. So kann ich am Tage nützenund erwerben, Abends belohnt mich Frucht — ich bete für Sophien,für meine Mutter, für Walsing und Marien — für alle, die ichliebe! — Das Gerücht fährt über die Erde hin, ohne mich zufinden, und hinter dem Abendrcth winkt freundlich der Engel meinerVollendung!