Wal sing (weist ihr den Stuhl an. Karoline bleibt noch stehen).Du irrst dich: du liebst dm Major nicht.
Karoline. Vater — mehr wie mein Leben!
Walsing. Besinne dich — es ist gewiß nicht so.
Karo link. Vergebung dem reuigen Mädchen — gütigsterVater! Vergebung! Die Liebe — die Gewalt —
Walsing. Ich sage dir: es ist nicht so! Du weißt, wasich von dir gebeten habe.
üarolinc (schuldig'. Ich weiß es, ich weiß es! — (Mitschmelzendem Tenc der Reue.) Vater!
Wal sing (wendet sein Gesicht weg).
karoline (zu Ruhbergcn und ihren Geschwistern). Ach Gott!
Walsing. Ich habe cs mir zum Gesetz gemacht, die Nei-gungen meiner Kinder nicht zu fesseln. Damals aber bat ich dich —aus Liebe zu dir — kein Vater konnte dringender bitten. — Dugelobtest, ich war ruhig und sorglos. Karoline ist ein kluges, ver-ständiges Mädchen; also kann ich euch sagen, es ist nichts an derSache.
Unhbcrg. Ihr Herz leidet, aber seiner Natur bleibt cs treu.
Wilhelm. Vergebung für Karolinen!
Marie (küßt seine Hand). Lieber Vater, sehen Sic, wie sieleidet, die Arme!
WaIsin g. Karoline! — Karoline! achtnndfünfzig Jahre wardich alt in dem schönen Traume, ich scy von dir geliebt; — undan meinem Geburtstage reißt mich deine Hand hart aus diesemsüßen Traume!
Karoline (kniet, und mit allem Feuer, mit ausgcstrcckten Armensagt sie): Ich liebe Sie — Vater — Sie liebe ich! (Rührend den Blickz» ihm hinauf.) Strafen Sic mich! (Mit tiefem Seufzer.) TrennenSic mich von ihm!
Walsing (zu den andern). Mein crstgcbornes Kind tritt von