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1 (1858) Reue versöhnt Die Jäger
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Pastor. So sind Sie verbunden, diese Heirath zuzugeben.

Glicrförstcrin. Was? das sagen Sie mir?

Pastor. Ich. Es ist Ihre Pflicht.

Vbcrförstcrin. Sie sind unser Herr Pastor, und solltensich dawider setzen; Ihre Pflicht fordert

Pastor. Meine Pflicht ist, Glückseligkeit befördern, Duldungverbreiten, nicht verfolgen.

Vbcrförstcrin. Verfolgen? Ei behüte Gott, das sage ichnicht, das denke ich nicht einmal. Machen Sic mich doch nichtzn so einem gottlosen Weibe! Ich wünsche aller Welt Gutesich verfolge sie ja nicht.

Pastor. Menschcnglück hindern ist das nicht verfolgen?

Vbcrförstcrin. Ach, Herr Pastor ich wäre ja recht glück-lich, wenn ich cs zngcben könnte. Aber mein Gewissen meinGewissen darf ich doch auch nicht verletzen.

Pastor. Sie glauben, diese andere Religion würde IhrenKindern ein unglückliches Leben machen?

Aber für st er in. Ja, das glaube ich. Das glaube ich unddabei bleibe ich.

Pastor. Hat Friederike Sie geehrt, geliebt wie eine Mutter?

Vbcrförstcrin. Ja, da« muß ich bezeugen. Sie ist eindankbares Kind.

Pastor. Ist sie sanft, gut wohlthätig?

Vbcrförstcrin. O ja. Ja, das ist sie.

Pastor. Ist sic aufrichtig, fromm sittsam?

Vbcrförstcrin. Das ist sie wahrhaftig. ^Aber

Pastor. Nun, dann beruhigen Sie Ihr Gewissen. EineReligion, die diese Tugenden lehrt, macht auch das Leben nichtunglücklich. Geben Sic die Heirath zu.

Vbcrförstcrin. Wenn ich auch wollte nein, ich kann eswahrhaftig nicht zugeben ich kann nicht.