Mit einer, den Künstlern nach Rem aus Floren;geschickten Flasche Stcimvein 1651r.
dlehmet freundlich an, was ich euch gebe;Wenig ist's, ich Hab' davon nicht mehr.
Wenn ihr trinket diesen Saft der Rebe,Denket dessen, der sich trennte schwer.
Der euch nie und nimmer wird vergessen.
Der euch Lieb' für Liebe wieder giebt;
Sie besitzen, wie er sie besessen,
Mocht' er ewig, wie er selbst euch liebt.
Trinkt die alten Tropfen von dem Steine,Ihr Erwcckcr alter tentscher Kunst,
Alte Kunst gehört znm alten Weine,
Voller Geist sind beyde, sind kein Dunst.
Auch für dich ist solcher, großer Däne*),
Der bewirkt, was unerreichbar schien,
Leben giebst du jeder Marmorsehne,
Phidias hehre Kunst ist dir verlieh'».
Wie der Wein der Teutschcn mit den ZährenSeine Güte immer mehr bewährt.
So wird euer Ruhm sich fest bewahren,
Wird im Lauf der Zeiten noch vermehrt.
* t Thorwaldscn.