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Des Heidelberg-Schlosses Wiedersehen
i m S o m m e r 1810 .
Ä)ie Meister in der Dämmrungsstunde,
Versank die Sonne in die Fluth,
Dann einsam kreisen ihre Runde,
Wenn schweigend alles Leben ruht;
So wandelte auf schmalem PfadeIch still, von Allen unerkannt;
Dem Ahnenschlosse ich mich nahteIn dem verlornen Vaterland.
Und trauernd wallt' ich in den Hallen,
Die lange schon verheert der Blitz;
Dem Fremdling sind sie zngefallen,
Jahrhunderte der Väter Sitz.
Die Bilder, draußen an den Mauern,
Der einst darin Gethronten, stehn.
Von dem Gestein in dumpfem TrauernSie noch auf ihre Pfälzer sehn.
Und hingegeben ernstem Denken,
Dem Heißersehnten wieder nah'.
Des Enkels Blicke nun sich senkenAnm Rhein, den lange er nicht sah.
Vom Thurme klangen hehre TöneDa ui des Abends Frieden mild;
Hinzog's, ergriffen durch das Schöne,
Die Sehnsucht, sie wird nicht gestillt.