96
Adolph's Verzweiflung ").
§sma! namenlose WonnenGlühten einst in diesem Laute mir.Gräßlich ist der schone Traum zerronnen,Ruhe find' ich selber nicht bei dir.
Nimmer wieder kann ich dich ersehnen,Zeit der Unschuld, kehrest nicht zurück!Auch in ihren Augen stehen Thranen,
Nur in Wehmuth lächelt mir ihr Blick.
») Dieses «ub das folgende Gedicht bestellen sich ans den,eine in Eonstantinopel stattgestmbcne Begebenheit zumGrnnde habenden Roman der Freist» v. Attemps, ge-bornen Freist» von Herbert, deren Vater K. K. Jntcr-nuntins daselbst war. Ein wegen der Revolution ausseine», Vatcrlandc nach Eonstantinopel geflüchteter jun-ger Franzose verliebte sich daselbst in die Tochter einesTürken, und sic sich in ihn; dieses wurde entdeckt. BeiderTod, oder das, er Mobamedancr werde, eines von beidensollte er Wahlen; der Jüngling ergriff letzteres und ehe-lichte die Türkin. Sein Abfall vom Shristcnthum säumtenicht ihn unglücklich zu mache»; er schrieb es nieder,zufällig bekam cs seine Gattin zu lesen, wodurch sie dieUrsache seiner Schwermut!) erfuhr. Von nun an warihr Glück, ihre Gesundheit dahin. Gram verzehrte ihrLeben, sie gestand es ihrem Manne, der sie mit demChristenthumc bekannt machte; Esma lies, sich taufen.Als sie gestorben, kehrte Adolph öffentlich i» denSchoojz der Kirche zurück, wissend daß der Tob daraufstand, aber den wünschte er, wollte mit der Geliebten,wieder vereint werden, das gegebene Aergcrniß mitseinem Blute auswaschcn. Er ward enthauptet.