Druckschrift 
1 (1829)
Entstehung
Seite
33
Einzelbild herunterladen
 

Und es rauchet kein Opfer und keine umwindendenKränze

Duften vor dem Map, nimmer bewegt sich der Chor,

Keine Hymne erhebet sich mehr zu des Ewigen Höhe.Grause Gestalten, cntblöst so wie von Schönheitvon Geist,

Schleichen kümmerlich unter der Vorwelt heiligen Resten,Scheinen Gnomen zu seyn, welche bewachen denSchatz.

Da wo einstmals zierliche Häuser in Straßen sich reihten.Sieht Grundlagen allein traurig der Wanderer nun;

Nur Bruchstücke bestehn von den stadtumgebenden Mauern,Wo, mit spähender Angst, liebende Frauen ge-harrt.

In die Lüfte erschallten der Kommenden Sieges-Päane,In den Tempeln, gedrängt, wallte das Heer unddas Volk,

Opfer dampften den Göttern, doch dem Poseidon vorallen.

Daß mir vergönnet nicht war, Griechen, zu lebenbei euch!

Lieber, denn Erbe des Throns, wär' ich ein HellenischerBürger,

In den Gedanken wie oft träumt' ich mich sehnendzu euch.

Aus dem Thore (von allen das einzig erhaltene) wendeIch durch ödes Gefild mich zu dem endlosen Meer,

Hin zum verfallenen Thurm, bei Poseidonia's Hafen.Wiegend von Wellen berührt, schwanket gelinde derKahn;

In der bläulichen Ferne verliert sich das Auge, esspähet