Druckschrift 
1 (1829)
Entstehung
Seite
23
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V t a A p p i a.

VIII. üiegic.

stille wandle ich nun die stille Appische Straße

An deö Römischen Volks trlimmerndm Gräbernvorbei.

Freunde und Feinde vereint gleichmäßig die hüllendeErde;

Dem die Welt zu klein, deckt ein vergessenes Grab.

Auch ihr schlafet den ewigen Schlaf in den Armen desTodcS,

Die ihr unglücklich geliebt, leidend daS Leben gefühlt.

Habet Ruhe, nach der ihr vergeblich euch sehntet, ge-funden.

Als wenn nie es geschehn, ist was die Menschengewirkt.

Steinern wölbet ihr Gräber euch über die steinernenHerzen,

Die selbstsüchtigem Ruhm Völker zum Opfer gebracht;

Euch Denkmale erbauten die Römer noch stolz in demTode,

Stolz zu leben nach ihm, aber wir wissen nicht mehr.

Wer und wem dieselben errichtet. Die Gräber bedecket

Selber der Erde SchooS, alles verschlingendes Grab.

Heiter verbergender Nasen ergrünt auf der GräberRuinen,

Grünet und welket und grünt immer von neuemjedoch:

Treuestes Bild des Waltens der großen Natur, dieerzeuget

Und auflöset, im Kreis. Ragende Steine nmrankt