Druckschrift 
1 (1829)
Entstehung
Seite
19
Einzelbild herunterladen
 

IN

Marc Aurel stets aus liebevoll über sein Volk.

Zhn umschimmcrt nicht mehr der Jmperatorische Purpur,Glänzt durch eigenen Werth, bleibt der verehrtesteFürst.

Feierlich, ernstvvll tonet der Chor in die Lüste, vereinigtSich der Harmonie, welche umfängt die Natur.Tag verbreitet das Kapitol, cs flammet die Helle

Gegen euch Sterne hinauf, stich das beständige Fest.'Euer Anblick, zahllose Sterne, verkleinert denMcnschcn,Während er sich verliert, hebet doch ihn nichts so sehr.Glanz, Musik, Beleuchtung, ein magischer Zauber undMenschen

Aus ganz Europa, alles in dem Capitol!

Welche Empfindung! Vergangenheit! Zukunft! Es wehetVon den Bildern herab Leben der Griechen mich an,Ueber das Irdische hehr erhebendes Fühlen dnrchstrvmet.Schwinget die Seele entzückt hin durch das ewige All.Wie im vereinigenden Mondlicht Kleinliches schwindet,(Größe erscheinet allein) also erhebet befreitUnsere Seele sich über das Endliche, fühlt sich verkläretBei dem verklärenden Licht ewigen Sternengefilds,Traulich ervffnet's das Her; dem gleiches empfindendenHerzen.

Da begegnete mir unter den Fremden ein schonAus entlegenen Ländern befreundeter Hannoveraner,

Der für das Vaterland fühlt (dort ist der Adelnoch tentsth),

Worte sprachen wir nun auS unserem innersten Leben,An die Ewigkeit jetzt dachte die Seele entzückt.

Aus des Festes Geräusch in der nächtlichen Stille verweilteNun mein Blick auf der Stadt, welche die Erdebeherrscht!