An das Jrd'sche sepd ihr nicht gekettet.
Aus deö Trübsinns Traurigkeit gerettet,
Ans der lastenden Alltäglichkeit.
Serge haltet nimmer euch befangen.
Liebend ist der Himmel aufgegangen.
Selig schwingt sich euer Geist befreit.
Es berührt die Hülle nur die Erde,
In des Geist's unendlichem Gebiet;
Nicht gefaßt von irdischer Beschwerde,
Hohes Ideal die Seele sieht.
Was als flüchtige Gestalt geschwebet.
Das verwirklicht, daß cs ewig lebet.
Herrlich eure hochbegabte Hand.
Was in einem Augenblick geboren,
Geht dann nie und nimmermehr verloren.Es vereint Gefühl sich mit Verstand.
Uebcl lasten in des Thalcs Grüften,
Wenn der Alpen Haupt das Licht verklärt,Künstler dringen zu des Himmels LüstenWenn die andren Menschen Gram beschwert.
Doch es kann nichts ewig hie bestehen.
Was geworden, das muß auch verwehen,Hellas Tempel selbst die Zeit zerbrach;
Aber wie die Blume sich erneuet.
Durch den Saamen, den sie ausgestreuet,Zieht ein Kunstwerk auch das andre nach.Aus dem Leben keimet frisches Leben,
Das zum Werk gewordene GefühlWird ein neues künftig herrlich gebenSelber nach Zahrtausender Gewühl.
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