A n die K ü n st l c r.
Äus der Erde engem, dumpfem ThaleSchwingt es euch znm hohen Ideale,bu dem Blüthenreich der Phantasie.
Äaum berühret das gemeine LebenEuer himmelwärts gekehrtes Schweben,Seligkeit empfindet ihr schon hie.
Freudig sichet, wie'S um sie gestaltetEure glühende Begeisterung,
Glückliche! die niemals ihr veraltet.
Ewig bleibt der Künstler froh und jung.
Mag den Himmel grau Gewölk bedecken.Endlos die Natur sich kalt erstrecken,
Doch in euch ist's südlich warm und licht,Und das Schöne, was ihr einst empfunden.Treibet Blüthen noch in späten Stunden,Wird zum Ton, zum Bilde, zum Gedicht.Wenn versunken längst die Sonnenstrahlen,Glänzt ihr Widerschein noch in der Luft,Auf dem heitern Himmelsraum sich malenIhre Glnthen, auf dem Abendduft.