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4 (1829)
Entstehung
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367
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genannt l-oei tbeologlci. 367

große Wohlthaten von Gott widerfuhren, um der gottessürchtigenFürsten willen; und preiseten diese Gaben mit Danksagung.

Diese Regel wird auch durch Exempcl bewiesen; denn nichtallein im Volk Israel heilige Könige und Regenten gewesen sind,sondern auch in den heidnischen Königreichen; als, Joseph inAegypten, Daniel und andere Heilige zu Babylon. So lobetauch Christus den Hauptmann, Matth. 8; und Kornelius in derApostelgeschichte hat ein großes Lob; auch erzeiget Gott an ihmund seinen Kriegsknechtcn das große, hohe Wunderwerk: die sicht-bare Sendung des heiligen Geistes, zu bezeugen, daß die Heidenund weltlichen Regenten auch würden Erben sein des ewigen Le-bens, und Gliedmaßen Christi.

So ist klar aus gewissen Historien, daß hernach viele löb-liche Kriegsleute das Evangelium angenommen haben, die doch inihrem Stande geblieben sind; und der heilige Geist hat großeWunderwerke durch sie gethan. Als Attalus, zur Zeit des Kai-sers Severus, und Asterius, ein edler Römer, zur Zeit des Kai-sers Valerianus; Mauricius zur Zeit Maximians, und viele Andere.

Und ist wohl zu merken, daß die Werke dieser Stande, als,arbeiten in der Regierung, in Gerichten, in Kriegen, sind rechteGotttesdienste, so Erkenntniß Christi und rechter Glaube dabeiist. Als, so das Herz glaubet, daß dich Gott, um seines Soh-nes willen, angenommen habe, und du nach deinem Beruf deinAmt ausrichtest zu Gottes Lobe und dem Nächsten zu Gute.

Weil aber diese weltlichen Werke nicht gleißen wie die Ce-r'nnonien und Mvncherei, dazu viel Unordnung in der Negierungverfallet, so werden die Unverständigen irre, und halten solcheWerke nicht für Gottesdienst, achten Möncherei viel höher undheiliger, wie die Mönche viel Jrrthum davon ausgebreitet haben,und oft gute, nützliche Regenten damit betrübet.

Diese Jrrthümer werden oft durch die Propheten gestraft;denn die Israeliten wollten auch mit ihrem Opfern heilig sein,und unterließen andere nöthige Werke, Gericht, Zucht, Strafeu. s. w. Darum predigt Jesaias im 1. Kap.: Gott habe nichtGefallen an des Volkes Opfern; sondern Er fordere Besserungihres Lebens, und, daß sie recht richten, Witfrauen und Waisenschützen sollten, so werde Er ihnen wiederum gnädig sein.

Item: Zach. 7 strafet der Prophet das Volk, daß es großeHeiligkeit mit Fasten vorgebe, und sagt ihnen, Gott habe nichtGefallen daran; sondern sie sollen recht richten, Witfrauen undWaisen nicht unterdrücken, u. s. w.