Druckschrift 
4 (1829)
Entstehung
Seite
361
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genannt t,oci tbeolngioi. Ißl

geschaffen, nämlich Verstand des natürlichen Gesetzes, daraus wirerkennen, daß man Ordnung in Regimenten machen und halten soll,und daß man natürlichem Gesetz, als Gottes Willen, Gehorsamschuldig ist; sondern dieses ist auch Gottes Geschöpf und Werk,daß Hoheit, Regiment, Gericht und Strafe in der Welt ange-richtet wird, und Gott erhalt dasselbe; wie es Gottes Werk ist,daß die Erde jährlich fruchtbar wird. Denn wiewohl viele un-fläthige Tyrannen gewesen sind und sein werden, so gibt doch zuZeiten Gott wiederum einen Mann, der die zerfallenen Regimentswiederum ancichtet; als gewesen sind, Nabogdonosor, Kyros, So-lo», Themistokles, Fabius, Scipio, Augustus, Konstantinos, Theo-dosios u. A.

Item, so siehet man öffentlich, daß die Mörder der Strafeendlich nicht entrinnen können, und wo sie gleich eine Zeit langin der Flucht sich aufhalten, so fallen sic doch endlich durch wun-derbare Schickung Gottes in die verdiente Strafe, daß alle Men-schen daran lernen und sehen sollen, daß sich Gott ernstlich derRegiments annimmt, sie zu erhalten.

Ja, wer Etwas um die Regierung weiß, betrachtet auchalle großen Veränderungen der Welt, der muß bekennen und sa-gen, daß die Regierung ganz voll sei wunderbarlicher Werke Got-tes, die von Gott öffentlich zeugen, daß Er die Regiments erhalte;wie solches auch viele weise Regenten unter den Heiden bekannt,geredet, und geschrieben haben.

Aber dagegen wüthet der Teufel, der ein Todtschläger ist vonAnfang, richtet an allerlei Zerrüttung und Mord, durch Stolz,Haß, Geiz, treibet zu Unzucht«, s. f; und ist menschliche Naturzum Theil verblendet, und selbst voll Bosheit; zum Theil schwach,ja der Teufel ist so mächtig, daß ihn auch der Sohn Gottesnennet:den Fürsten dieser Welt." Und verhängt Gott die Stra-fen; als da Absalon einen sehr schrecklichen Aufruhr wider seinenVater David erreget; wie auch jetzund die Türken verwüsten, undMord weit auf Erden anrichten.

Aber so lange Gott das menschliche Geschlecht erhalten will,erhalt Ec auch etliche Hoheit, Gesetze, Gericht, Recht und Strafe,bisweilen gnädiger und ruhiger, bisweilen schwerer und unruhi-ger, wie ein Jahr die Erde fruchtbarer ist, denn das andere.

Und kann menschliche Vernunft den großen Streit Gottesund des Teufels hierin nicht genugsam verstehen. Gleichwohlmuß man Leben und Tod, Gutes und Böses unterscheiden, undwissen, daß gute Ordnung Werk Gottes ist, und so viel derselben